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24h Betreuung

Tipps und Ratschläge für die Suche nach einer legalen 24h Betreuung

Mittlerweile gibt es eine unüberschaubare Menge an Vermittlern und Dienstleistern im Bereich der 24h Betreuung, deren Angebote zur häuslichen Betreuung sich in so manchen Einzelheiten unterscheiden, wodurch diese Angebote nur schwierig vergleichbar sind. Zu dem monatlichen Betreuungspreis kommen viele weitere Details hinzu und auch die Rahmenbedingungen sind nicht immer die selben.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen einige Tipps und Ratschläge für die Suche nach einer legalen 24h Betreuung geben.


Die Vermittlungsgebühr
Vorab: Nicht alle Agenturen erheben eine Vermittlungsgebühr. Derzeit erheben allerdings immer noch die Mehrzahl der Vermittlungsagenturen eine einmalige, oder in manchen Fällen auch eine (z. B. jährlich) wiederkehrende Vermittlungs- bzw. Servicegebühr. Die Gebühr kann in einigen Fällen sofort anfallen, also bereits bevor die jeweilige Agentur für Sie tätig wird und Ihnen konkrete Betreuungskräfte und Dienstleistungsverträge vorstellt. In anderen Fällen wird die Gebühr erst in Rechnung gestellt, wenn Sie sich für eine von der Agentur vorgestellte 24h Betreuungskraft entschieden haben.

Ob eine Agentur eine Vermittlungsgebühr erhebt, ist nicht immer auf dem ersten Blick ersichtlich. Schauen Sie in den AGB`s der jeweiligen Agentur nach oder fragen Sie im Beratungsgespräch nach eventuell anfallenden Vermittlungs- bzw. Servicegebühren.


A1 Formular
Das s. g. A1 Formular ist ein sehr wichtiges Dokument, auf dessen Vorlage Sie in jedem Fall nach Beginn einer 24h Betreuung bestehen sollten. Leider wird nicht immer auf das wichtige A1 Formular hingewiesen oder dieses nach Beginn der 24h Betreuung vorgelegt.

Das A1 Formular wird vom zuständigen Sozialversicherungsträger des Heimatlandes Ihrer 24h Betreuungs-Kraft ausgestellt und bestätigt, daß die nach Deutschland entsendete Betreuungs-Kraft in ihrem Heimatland sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist bzw. weist darauf hin, welches Sozialversicherungsrecht angewendet wird. Folglich bestätigt dieses Formular die Legalität Ihrer 24h Betreuung und sollte in jedem Fall vorliegen um eventuelle Mißverständnisse oder Unannehmlichkeiten z. B. bei einer Kontrolle durch den Zoll zu vermeiden.


Deutschkenntnisse der 24h Betreuungskraft
Einer der wichtigsten Eigenschaften bei der Einstufung und der Auswahl des Betreuungspersonals sind die Deutschkenntnisse.
So wichtig die Deutschkenntnisse in den meisten Fällen auch sind, so schwierig sind diese letztendlich einzustufen. Oft werden die Sprachkenntnisse in Stufen wie "Grundlagen", "kommunikativ", "gutes, sehr gutes Deutsch" oder ähnlich eingestuft. Die Tatsache, daß die meisten Bewerberinnen und Bewerber ihre Sprachkenntnisse selber einschätzen oder auch teilweise vom polnischen Dienstleister überprüft und bewertet werden, läßt darauf schließen, daß es hier aufgrund der rein subjektiven Beurteilung einzelner Personen nur ungenaue Angaben gibt. Weder gibt es einen einheitlichen Deutsch-Test, den alle Bewerber bestehen müßen, um die Kenntnisse etwas objetiver bewerten zu können, noch schult jeder Pflegedienstleister sein Personal sprachlich auf einer einheitlichen und objektiven Ebene.

Lassen Sie deshalb Ihre Vermittlungsagentur auch selber nochmal die Sprachkenntnisse des gewünschten Betreuungspersonals überprüfen und wenn Sie auf "Nummer sicher gehen" wollen, bitten Sie zusätzlich auch um die Telefonnummer der Kraft und führen Sie vor Ihrer Entscheidung auch selber eine Telefonat mit Ihrer 24h Betreuungskraft. Sie selber können am besten einschätzen, ob die Sprachkenntnisse Ihren Bedürfnissen entsprechen.


Mindestlohn gilt auch für entsendetes Personal
Der seit dem 01.01.2015 in Deutschland geltende Mindestlohn gilt auch für aus dem Ausland nach Deutschland entsendetes Personal, und somit auch bei Ihrer 24h Betreuung, welche im Allgemeinen sehr häufig durch polnische Pflegekräfte verrichtet wird.
Sprechen Sie Ihre Agentur auf die Einhaltung des Mindestlohns an. Ein Unterschreiten des Mindestlohns, z. B. durch Beteiligung der Kraft an den Kosten für Unterkunft und Verpflegung, ist nicht zulässig. Einige Dienstleistungsverträge enthalten z. B. Klauseln, in denen Ihnen als Auftraggeber monatlich ein Betrag für Unterkunft und Verpflegung der 24h Betreuungskraft fiktiv erstattet wird. Achten Sie darauf: Sollte das Personal an solchen Kosten durch Lohnabzug beteiligt werden, muß auch nach Abzug die geleistete Arbeitszeit mindestens mit dem gesetzlichen Mindestlohns vergütet sein.


Vertragslaufzeiten und Kosten bei Unterbrechungen der 24h Betreuung
Informieren Sie sich über die Vertragslaufzeiten beim Pflegedienstleister und ob eventuelle Pausen in der Betreuung ebenfalls zu zahlen sind. Im Normalfall sollten nur die Tage in Rechnung gestellt werden, an denen Sie die Betreuung in Anspruch nehmen, eine Pause die z. B. die Betreuungskraft einlegt (Urlaub etc.), sollte nicht berechnet werden. Auch sollten Sie auf möglichst kurze Kündigungsfristen achten, um bei einer plötzlich eintretenden Bedarfsveränderung flexibel und ohne weiterlaufende Kosten reagieren zu können. Unterzeichnen Sie auch einen Vertrag mit dem Vermittler, achten Sie auch hier auf eventuelle Kündigungsfristen, für den Fall, daß Sie z. B. einen Servicevertrag unterzeichnen, der automatisch verlängert wird und wiederkehrende Gebühren nach sich zieht.


Reisekosten
Die An- und Abreise Ihrer 24h Betreuungs-Kraft wird im Normalfall in Rechnung gestellt. Auch hier gibt es allerdings Unterschiede. Während einige Anbieter die Reisekosten pauschal und unabhängig von den tatsächlich entstandenen Reisekosten abrechnen, stellen andere Dienstleister die tatsächlich angefallenen Reisekosten in Rechnung. In manchen Fällen werden die Reisekosten auch pauschal im monatlichen Betreuungspreis berücksichtigt. Um verschiedene Betreuungsangebote vergleichen zu können, muß also jedes Angebot einzeln betrachtet und die Gesamtbelastung eines längeren Betreuungszeitraums verglichen werden.


24h Betreuung durch selbständige oder eingestellt Kräfte
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine legale 24h Betreuung in Anspruch zu nehmen. Fragen Sie Ihren Vermittler, ob er Ihnen selbständiges oder im Heimatland sozialversicherungspflichtig eingestelltes Personal zur Verfügung stellt. Allgemein gilt der Einsatz von in ihrem Heimatland beschäftigten Betreuungskräften als bequemste und legale Methode (die Einhaltung der gesetzlichen Bedingungen wie der Mindestlohn, das Arbeits- sowie das Entsendegesetz vorausgesetzt).
Auch der Einsatz selbständiger Kräfte für die 24h Betreuung bzw. 24 Stunden Pflege kann legal sein, allerdings müßen hierbei unterschiedliche Bedingungen beachtet werden, die eine selbständige Tätigkeit begründen, da ansonsten die Gefahr besteht, daß die Tätigkeit als Scheinselbständigkeit eingestuft wird. In diesem Fall könnten Sie rückwirkend als Arbeitgeber des Betreuungspersonals eingestuft werden mit allen dazugehörigen Pflichten (Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, Urlaubsgeld, Kündigungsschutz etc.).
Übrigens: Neben im Heimatland beschäftigtes und selbständiges Personal gibt es auch die Möglichkeit, eine Betreuungskraft selber einzustellen, also an die Stelle des Arbeitgebers zu treten. Auch diese Form der Beschäftigung ist bei Einhaltung der gesetzlichen Rahmenbedingungen legal, zieht allerdings einen höheren bürokratischen Aufwand nach sich.